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21 kreative Fotoideen zum SOFORT Nachmachen

Von in Fotografie, Inspiration

Kennst du Fotografen die an jeder unscheinbaren Location eine geniale Fotoidee nach der anderen aus dem Hut zaubern?

Wärst du nicht auch gerne einer dieser Menschen denen niemals die Kreativität ausgeht?

Ich denke wir beide kennen die Antwort.

Wie oft bin ich schon unruhig durch die Wohnung gelaufen mit der Kamera in der Hand und dem Blick durch den Sucher. Doch kreative Fotoideen kommen eben nicht immer auf Knopfdruck.

Die Lösung ist ganz einfach:

Das erste ist Übung.  Je mehr Bilder du in deinem Leben bereits gemacht hast, desto mehr Erfahrung sammelt du. Du lernst so nicht nur die technischen Umstände deiner Kamera besser kennen, sondern du schulst vor allem dein fotografisches Auge.  Du lernst also die Welt durch die Kamera zu sehen.

Das Zweite ist Inspiration. Jeder Künstler würde lügen, wenn er behauptet er hat sich noch nie inspirieren lassen und alle seine Werke alle komplett aus dem nichts erschaffen. Hin und wieder versuche ich gezielt Fotoprojekte und Fotoideen anderer Fotografen umzusetzen und finde auf dem Weg dorthin meine ganz eigene Interpretation des Bildes.

Aber mit was fängt man an?

Ganz einfach: Wir haben 21 kreative Fotoideen gesammelt, welche du noch heute umsetzen kannst. Dafür brauchst du keine ewige Nachbearbeitung oder teure Fotoausrüstung. Viele Fotoideen lassen sich auch einfach mit kleinen Hilfsmitteln umsetzen, die du bei dir zuhause findest.

Egal ob du gerne Menschen, Landschaften, Objekte, drinnen oder draußen fotografierst – wir haben von allem etwas reingepackt.

Los geht’s:

Einfach Kamera rausholen, ein Projekt aus dem Artikel aussuchen und noch heute die erste Fotoidee nachmachen.

Double Exposure

Bei einem Foto mit „Double Exposure“ (Doppelbelichtung) entstehen zwei sich überlagernde Bilder auf einem Foto. Diesen Effekt kannst du mit einer analogen Kamera erzeugen, indem der Film an einer Stelle gleich zweimal belichtet wird. Keine Analogkamera zur Hand? Dank Photoshop, Gimp und Co kannst du die Doppelbelichtung aber ganz einfach nachträglich auf deine Bilder zaubern.

Öffne dafür beide Bilder mit deinem Bildbearbeitungsprogramm. Dann ziehst du ein Bild auf das andere. Verringerst du nun die Deckkraft auf der oberen Ebene, schimmert das untere Bild durch. Noch spannender wird der Effekt wenn du in Photoshop die beiden Bilder miteinander „negativ multiplizierst“.

Nur ein Smartphone zur Hand? Mit der App „Fused“ hast du alles was du brauchst um auch unterwegs geniale Double Exposure Fotografien zu machen.
3 Wege zum Ziel:

  • mit Bearbeitungsapp zwei Ebenen miteinander verrechnen
  • mit der Smartphoneapp Fused
  • mit Analogkamera den Film doppelt belichten
Kreative Fotoideen

Die mysteriöse Spiegelung

Hier haben wir gleich eins meiner Lieblingsmotive.

Diese außergewöhnliche Fotoidee verlangt weniger Bearbeitungsskills als du vielleicht zunächst denkst. Du stellst die Kamera auf ein Stativ, so dass du mehrere Bilder von der Szene machen kannst ohne dass sich der Bildausschnitt verändert. Als erstes machst du nun ein Bild von einer Person, die sich in der Pfütze spiegelt.

Nun der tricky Part: Die Person muss aus den Schuhen aussteigen ohne deren Position zu verändern. Ist dein Modell komplett aus dem Bildausschnitt verschwunden machst du das zweite Bild.

Dann geht es ans Bearbeiten: Wenn alles geklappt hat setzt du nun einfach die beiden Bilder zusammen. Den unteren Teil mit Pfütze und Schuhen nimmst du aus dem ersten Bild und alles oberhalb der Schuhe nimmst du aus dem zweiten Bild.

Et voilà.

Kurz & knapp:

  • Du brauchst eine Pfütze, einen Freund mit Schuhen, deine Kamera und ein Stativ
  • 2 mal abdrücken, einmal mit und einmal ohne deinen Freund
  • Bilder in einer App zusammensetzen

Smartphone Fotoidee: Bild im Bild

Eine besondere Perspektive verleihst du deinem Bild, wenn du ein Bild-in-Bild-Foto machst. Dafür gehst du mit einem Smartphone in den Fotomodus und hältst es auf das gewünschte Fotomotiv gerichtet vor die Kamera. So hast du dein Motiv am Ende gleich doppelt auf dem Foto.

Am besten kommt ein solches Bild mit einer geringen Schärfentiefe. Die Blende also schön weit aufmachen und danach das Smartphone fokussieren. Falls es alleine nicht klappt kann ein Bekannter das Smartphone halten und du fotografierst seine Hände.

Kurz & knapp:

  • kleine Blende wählen
  • Smartphone im Fotomodus vor die Kamera halten und abdrücken
fotoideen-smartphone-display

Instagram Fotoideen: Flatlays

Gegenstände lässig in Szene gesetzt: Bei einem Flatlay werden verschiedene Objekte auf einem Untergrund angeordnet und von oben herab fotografiert. Angefangen hat der Hype um die Flatlays vor allem auf Instagram. Fashionblogger haben mit Flatlays Ihre Lieblingsoutfits stylish präsentiert. Doch nicht nur deine Outfits kannst du so in Szene setzen: Beachtest du eine gute Farbabstimmung kann auch dein Arbeitsplatz, dein Kameraequipment oder dein Frühstück wie ein kunstvolles Stillleben aussehen.

Flatlays interessieren euch? Dann checkt unseren Artikel für mehr Inspiration zur Flatlay Fotografie.

Kurz & knapp:

  • Gegenstände thematisch abstimmen und arrangieren
  • einfachen Hintergrund wählen (z.B. weißes Bettlaken oder Holzdielen)
  • von oben herab fotografieren
  • gleichmäßige Schärfe beachten
So machst du das perfekte Flatlay

Gekippter Horizont

Vermutlich achtest du beim Fotografieren meist auf eine gerade Ausrichtung des Horizonts. Doch auch ein gekippter Horizont kann ein bewusst gewählter Effekt sein. Probiere es einfach einmal aus. Vielleicht bringt diese Perspektive ein bisschen Abwechslung in deine Fotos. Alternativ kannst du das Bild auch in der Nachbearbeitung drehen (bspw. um 45° – du lässt so einen Freund „die Wand“ hochlaufen).

Zusammengefasst:

  •  Kamera schräg halten oder Bild nachträglich drehen

Flowerskirt: Ein Kleid aus Blumenblättern

Eine ruhige Hand fordert die nächste unserer Fotoideen: Bei einem Flowerskirt-Bild wird eine Blume nach unten gerichtet vor die Kamera gehalten. Eine Person muss sich nun mit etwas Abstand in den Hintergrund stellen. Jetzt gilt es die Blume so zu halten, dass es aussieht, als wäre die Blume der Rock oder das Kleid der Person. Ein Tipp: Geht die Person in eine Tanzhaltung, bekommt das Bild einen besonders „echten“ Look.

Kurz & knapp:

  • Blume mit Blüten nach unten vor die Kamera halten
  • Tanzhaltung sorgt für besonders gutes Foto
Kreative Fotoideen

Nebel und Sunflares mit dem „Plastiktüten“-Trick

Fotos Bearbeiten erfordert oft viel Zeit und Geschick. Wenn du einen schnellen Fotoeffekt ganz ohne nachträgliches Bearbeiten zaubern möchtest, nimm dir eine durchsichtige Plastiktüte – zum Beispiel einen Gefrierbeutel. Stülpe diese über das Objektiv deiner Kamera. In die obere geschlossene Seite reißt du ein Loch, sodass die Abrisskanten noch leicht ins Bild ragen. So bekommst du auf deinen Fotos einen nebeligen Effekt am Rand. Wenn du nun ein bisschen experimentierst und den Beutel an einer Stelle mit einem Filzstift bemalst, bekommst du zusätzlich tolle farbige Lichteffekte. Um die Plastiktüte am Objektiv zu fixieren kannst du einen einfachen Gummiring oder Haargummi verwenden.

Kurz & knapp:

  • durchsichtige Plastiktüte mit Gummi am Objektiv fixieren
  • durch ein Loch in der Tüte fotografieren
  • bemalte Ecken an der Tüte sorgen für Lichteffekte

Schattenfenster

Das Schattenfenster ist eine unserer Fotoideen, die auch ohne große Photoshop-Künste ein ganz besonderes Bild erzeugen. Aus Pappe bastelst du dir eine Fenster-Schablone. Dann brauchst du einen dunklen Raum. Mit einer Lampe leuchtest du nun von der Seite dein Fotomotiv an. Die Fensterschablone wird davorgehalten. So wird nun der Schatten eines Fensters auf dein Motiv projiziert. Durch den Abstand von Lichtquelle und Schablone veränderst du die Größe des Schattenfensters an der Wand.

Zusammengefasst:

  • mit Pappe & Schere eine Fenster-Schablone basteln
  • dein Motiv in sonst dunklem Raum mit einer Lampe anstrahlen
  • Größe des Schattens durch Abstand von Schablone zur Lampe anpassen

Spiegelung im Weinglas

Die Welt steht Kopf mit dieser Fotoidee: Du wählst ein Fotomotiv aus. Dann schnappst du dir ein Weinglas und füllst es mit Wasser. Platziere es zwischen Kamera und Fotomotiv. Dein Foto wird nun nicht nur dein gewünschtes Motiv abbilden: Es wird auch verkehrt herum im Glas zu sehen sein.

Ein besonders aufregender Zusatzeffekt entsteht, wenn du Wasser mit Kohlensäure wählst. Um dein Motiv wirklich gut abgebildet zu bekommen musst du mit den Winkeln spielen. Verändere den Füllstand des Weinglases sowie die Position von Glas und Kamera so lange bis es passt.

Kurz & knapp:

  • ein Weinglas gefüllt mit Wasser
  • richtige Position von Glass und Kamera ausprobieren
  • besonders schöner Effekt durch kleine Kohlensäure-Bläschen im Wasser

Spiegelung in Fensterscheibe

Eine spiegelnde Fensterscheibe kann einen ähnlichen Effekt wie die Doppelbelichtung (Punkt eins unserer Fotoideen) erzeugen. Fotografierst du eine Person durch eine spiegelnde Scheibe, kannst du so zum Beispiel einen gegenüberliegenden Wald als Spiegelung mit auf deinem Bild haben. Der Blitz sollte dabei ausgeschaltet bleiben. Achte auch darauf, dass nicht du und deine Kamera zur Spiegelung werden.

Dort wo hinter der Scheibe dunkle Stellen sind wird die Spiegelung gut sichtbar sein. Fotografierst du jedoch in einen weisen Raum hinein wird der Effekt sehr schwach ausfallen. Am spannendsten wird der Effekt also wenn du sowohl helle wie auch dunkle Flächen hinter der Scheibe hast. Somit erhält man gleichzeitig Einblicke in die Welt hinter der Scheibe sowie auch von der Welt hinter dir selbst.

Zusammengefasst:

  • du brauchst eine große Scheibe
  • Raum hinter der Scheibe sollte helle und dunkle Stellen haben
  • Kameraposition verändern und verschiedene Winkel ausprobieren.

Fotoideen dank „Forced Perspective“

Den Eiffelturm auf der Hand oder eine Freundin winzig klein auf der Schulter: Solche optischen Täuschungen zauberst du mit einer „forced perspective“ auf deine Fotos.

Diesen Effekt erhältst du, wenn du ein Objekt sehr nah vor die Kamera holst und ein anderes weit in den Hintergrund rückst. So wirken bestimmte Objekte auf deinem Foto viel kleiner oder größer als in Wirklichkeit. Jetzt noch eine lustige Haltung einnehmen und schon ist das Bild im Kasten.

Kurz & knapp:

  • große Distanz zwischen zwei Objekten oder Personen sorgt für optische Täuschung

Spieglein, Spieglein, …

Eine besondere Urlaubserinnerung erhältst du mit der nächsten unserer Fotoideen: Lege eine spiegelnde Sonnenbrille deinem gewünschten Fotomotiv gegenüber. Dann fotografierst du das Motiv einfach von der Sonnenbrille ab. Ein wirklich tolles und ungewöhnliches Urlaubsmotiv.

Dein nächster Urlaub ist noch weit entfernt? Macht nichts! Auch andere Gegenstände wie Weihnachtskugeln oder Fensterscheiben können als Spiegel für außergewöhnliche Fotos dienen. Je nach Art der Vorspiegelung funktioniert diese Fotoidee mal besser und mal etwas schlechter. Versuche auch hier die Position der Kamera zu variieren um eine bestmögliche Spiegelung zu bekommen.

Zusammengefasst:

  • spiegelnde Gegenstände wie Sonnenbrillen oder Weihnachtskugeln so ausrichten, dass sich dein Motiv in ihnen spiegelt

Produktbilder „Quick and dirty“

Professionelle Produktbilder zu erstellen braucht viel Zeit und eine gute Ausrüstung? Nicht unbedingt. Ein Produktbild lässt sich auch schnell und ohne viel Zubehör zuhause zaubern. Alles was du dafür brauchst ist ein Laptop, ein Buch, ein weißes Blatt Papier und eine Schreibtischlampe.

Auf dem Bildschirm öffnest du ein Foto, das den Hintergrund deines Produktes bilden soll. Suche hierzu am besten in der Google Bildersuche nach „Bokeh“. Dann legst du das Buch auf die Tastatur und platzierst darauf das Objekt, das du fotografieren möchtest. Für eine schöne Beleuchtung mit weichem Licht befestigst du ein weißes Papier an einer kleinen Lampe und richtest diese auf dein Produkt.

Kurz & knapp:

  • du brauchst einen Laptop, ein Buch, ein weißes Blatt Papier und eine kleine Lampe
  • „Bokeh“ Hintergrund über Google Bildersuche raussuchen.
  • Gegenstand auf spiegelnder Oberfläche vor dem Bildschirm platzieren
  • Gegenstand mit „diffuser“ Tischlampe ausleuchten und abdrücken

Foto- Idee „Konfetti geht immer“

Geburtstagsparty, Karneval, Festival oder eben einfach so – mit Konfetti verbindet man gute Laune. Bei Bildern geht es doch um Emotionen. Wieso also nicht einfach mal die Konfettikanone zünden?

Möchtest du eine Person im Konfetti-Regen fotografieren, kommt es auf den passenden Moment an. Daher ist es sinnvoll, deine Kamera auf Serienbild-Funktion einzustellen, wenn du noch nicht so geübt bist den einen perfekten Moment abzupassen. So werden beim Drücken des Auslösers gleich mehrere Bilder pro Sekunde gemacht. So ist am Ende des Shootings mit Sicherheit eines dabei, auf dem das Konfetti genau so fliegt wie du es dir vorgestellt hast.

Was du brauchst:

  • viel Konfetti (schau dafür doch einfach mal in deinen Locher)
  • Kamera auf Serienbild-Funktion stellen
  • einen Besen danach 😉

Sonne einfangen

Mit einer besonderen Form der „forced perspective“ (Punkt zwölf unserer Fotoideen) kannst du dir die Sonne vom Himmel holen. Auf dem Bild soll es so aussehen, als ob eine Person die Sonne in der Hand hält. Das funktioniert am besten bei einem schönen Sonnenuntergang. Stelle eine Person so ins Bild, dass die Sonne genau in die Hand passt. Probiere dabei am besten verschiedene Perspektiven aus bis du mit dem Bild zufrieden bist.

Zusammengefasst:

  • platziere eine Person so, dass es wirkt, als würde sie die Sonne in der Hand halten

Experimente mit langer Belichtungszeit

Diese Fotoideen bringen Bewegung in deine Bilder. Durch Experimente mit einer längeren Belichtungszeit kannst du Bewegungen in Fußgängerzonen oder vom Straßenverkehr festhalten.

Etwas schwieriger wird es, wenn du eine Person vor einem bewegten Hintergrund mit langer Belichtungszeit fotografieren möchtest. Dein Fotomodell muss hier absolut unbewegt stehen bleiben, denn sonst wird auch sie durch ihre Bewegung unscharf. Für Experimente mit der Belichtungszeit empfiehlt sich außerdem ein Stativ.

Wir haben für euch einen extra Artikel zum Thema:
Inspiration für Motive mit Langzeitbelichtung

Kurz & knapp:

  • Kamera in den S Modus stellen (M für die Profis unter euch 😉 )
  • Kamera auf Stativ positionieren um komplett verwackelte Bilder zu vermeiden
  • Motive mit Bewegung suchen und nun langsam die Belichtungszeit variieren

Der Blättertunnel

Einen herbstlichen Look bekommen deine Bilder mit dem Blick durch einen Blättertunnel. Auch hierbei handelt es sich eigentlich um eine Variation der „forced perspective“-Fotografie.  Alles was du dafür brauchst, ist ein möglichst großes Laubblatt. Nun gehst du mit dem Objektiv so nah an deinen Blättertunnel wie es geht. Wenn du mit deinem Objektiv fast das Blatt berührst sieht es schon so aus als ob das Blatt riesig ist. Jetzt wirken deine Fotomotive wie durch einen Blatttunnel hindurch fotografiert.

Zusammengefasst:

  • großes gerolltes Laubblatt ist dein Tunnel
  • mit dem Objektiv so nah ran wie möglich
  • scharfstellen auf das weiter entfernte Motiv. Der Tunnel ist so etwas unscharf.

Spiel mit Schatten

Das Spiel mit Schatten ist ein sehr wichtiges Element in der Fotografie. Ist dir schon mal aufgefallen, dass bei einem bestimmten Lichteinfall der Henkel deines Kaffeebechers mit seinem Schatten gemeinsam ein Herz bildet?

Wenn du einmal bewusst auf Schatten achtest, wirst du sicher schöne Fotoideen entdecken. Auch in der Portraitfotografie lohnt es sich, mit Schatten zu experimentieren. Der richtige Schatteneinfall verleiht Gesichtern eine sehr intensive Tiefe. Du kannst Schatten auch bewusst mit einer künstlichen Lichtquelle erzeugen zB mit einer Taschenlampe, einem Blitz oder aber der LED an deinem Smartphone.

Kurz & knapp:

  • halte gezielt Ausschau nach besonderen Schatten
  • Schatten können deinen Portraits mehr Tiefe verleihen
  • erzeuge „künstliche“ Schatten um den gewünschten Effekt zu bekommen
kreative Fotoideen Schatten

DIY-Hintergründe

Du möchtest ein Portrait fotografieren, findest aber keinen passenden Hintergrund? Dann kommen hier ein paar Fotoideen: Ein Hintergrund aus Zeitungen zum Beispiel verleiht deinen Fotos einen schicken Vintage-Look. Dafür hängst du einfach alte Zeitungsseiten an die Wand, bis der Hintergrund deines Bildes bedeckt ist.

Darf es etwas mehr Retro sein? Vielleicht hast du ja noch eine kitschige Blumenbettwäsche, die du im Hintergrund aufhängen kannst. Deiner Kreativität sind bei DIY Hintergründen keine Grenzen gesetzt. Auch alte Parkettreste aus dem Baumarkt können perfekt zu einem Fotohintergrund umfunktioniert werden.

Zusammengefasst:

  • Alte Zeitungen sind ein perfekter Schwarz/Weiss Hintergund
  • auch Bettdecken oder Tischdecken eignen sich
  • Parkettreste aus dem Baumarkt sind ein idealer Holzhintergrund

Bokeh in Formen

Wenn du mit einer großen Blende fotografierst (kleine Blendenzahl), dann ist dir bestimmt einmal aufgefallen, dass Lichter im Hintergrund zu leuchtenden Punkten werden. Aus diesen Punkten kannst du ganz einfach kleine Formen wie Herzen oder Sterne machen:

Schnapp dir einen schwarzen Karton und schneide einen Kreis aus, der genau auf dein (möglichst lichtstarkes) Objektiv passt. Schneide dann in der Mitte eine kleine Form deiner Wahl aus.

Diese Schablone befestigst du mit Klebeband vor deinem Objektiv. Jetzt schaust du durch deinen Sucher und stellst den Fokus so ein, dass deine Lichtquellen nicht fokussiert werden. Am besten probierst du das Ganze an einer Lichterkette aus. Die kleinen Lampen im unscharfen Bereich sollten nun die Form deiner Schablone annehmen.

Kurz & knapp:

  • kreisförmige Schablone aus schwarzer Pappe mit kleiner Form in der Mitte anfertigen
  • mit Klebeband vor dem Objektiv befestigen
  • große Blende wählen (kleine Blendenzahl)
  • Lichtquellen unscharf im Hintergrund positionieren (ideal: Lichterkette)

Sommerstimmung mit Sunflares

Eine Regel, die Fotografie-Anfänger oft als erstes lernen: Nicht gegen die Sonne fotografieren. Für die ersten Versuche ist dieser Tipp auch sehr hilfreich. Allerdings lassen sich beim Fotografieren gegen die Sonne auch tolle Lichteffekte mit Sonnenstrahlen zaubern. Diese können vor allem in der Portraitfotografie eine großartige Wirkung zeigen.

Besonders schön werden deine Bilder, wenn die Sonne möglichst tief steht, also früh morgens oder am Abend. Sogenannte Sunflares entstehen dann, wenn eine starke Lichtquelle ein Objekt steift welches zwischen der Lichtquelle und deiner Kamera steht.

Wenn die Sonne also direkt hinter dem Kopf deines Models steht, dann bewege die Kamera noch etwas zur Seite bis die Sonne neben der Person wieder zum Vorschein kommt. Das ist der Moment indem du einen wunderbaren Sunflare auf deinem Bild bekommen wirst.

Zusammengefasst:

  • du brauchst eine Lichtquelle hinter deinem Model
  • die Lichtquelle muss dein Motiv leicht streifen.
  • Kameraposition leicht variieren bis du Sunflares auf deinem Bildschirm siehst
  • tolles Licht dafür herrscht vor allem, wenn die Sonne tief steht

Was sind eure Erfahrungen? Welche Fotoideen fallen euch ein? Kritik, Anregungen und Liebesbriefe gerne in die Kommentare!

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